Archiv

OKTOBER 2020

Liebe Weltenleser,

jedes Jahr im Oktober findet die Frankfurter Buchmesse statt. Diesmal ist pandemiebedingt alles etwas anders. Die Hallen bleiben leer, ein Großteil des Programms findet digital statt. Doch auf literarische Veranstaltungen vor Ort und „echte Begegnungen“ müssen Buchbegeisterte dennoch nicht gänzlich verzichten – solange sie die Hygieneregeln einhalten. Auch wir haben im Oktober ein abwechslungsreiches Programm zu bieten. Unsere literarische Reise beginnt im diesjährigen Gastland Kanada, führt uns dann nach Norwegen, Ungarn, ein Herrschaftsgut in der Schweiz, über die Wälder von Südostengland und die Schreibtische berühmter Autorinnen und Autoren schließlich zurück in unsere Heimatstadt zu Rosemarie Nitribitt und dem Lesefest „Frankfurt liest ein Buch“, das im April ausgefallen ist und nun nachgeholt wird.

In der Buchmessewoche (14.-18. Oktober) findet täglich eine andere Veranstaltung bei uns statt. Da ist sicher für jeden etwas Passendes dabei. Bleiben Sie neugierig und besuchen Sie uns! Doch zunächst zu den Rahmenbedingungen:

Hinweise zu Lesungen in Zeiten von Corona

Bitte beachten Sie folgende Regelungen, die für alle Veranstaltungen in unserer Buchhandlung gelten:

  1. Die Teilnehmerzahl pro Veranstaltung ist begrenzt.
  2. Die Teilnahme ist nur mit verbindlicher Voranmeldung per E-Mail möglich. Die ersten Personen, die sich per E-Mail an info@weltenleser.de für die jeweilige Veranstaltung anmelden, sind dabei und erhalten von uns eine Bestätigungsmail.
  3. Bitte melden Sie sich nur an, wenn Sie wirklich dabei sein können, oder sagen Sie bitte frühzeitig ab (mind. 3 Tage vorher), damit eine andere Person Ihren Platz bei der Veranstaltung einnehmen kann.
  4. Speisen werden bei den Veranstaltungen nicht angeboten.
  5. Teilnehmer müssen ihre Kontaktdaten (Name, Telefon, E-Mail) am Tag der Veranstaltung in eine Liste eintragen.
  6. Beim Betreten der Buchhandlung und sobald Sie sich darin bewegen, gilt die Maskenpflicht. Wenn Sie Ihren Platz eingenommen haben, dürfen Sie diese abnehmen.
  7. Bitte nutzen Sie unseren Desinfektionsmittelspender.
  8. Ansonsten gilt grundsätzlich die AHA-Regel: Abstand – Hygiene – Atemmaske.
  9. Alle genannten Veranstaltungen finden unter Vorbehalt statt, denn keiner von uns kann die zukünftige Entwicklung der Corona-Infiziertenzahlen absehen.

Veranstaltungen

Am Donnerstag, dem 1. Oktober 2020, 19.30 Uhr

Aus der Übersetzerwerkstatt zum Gastland der Buchmesse Kanada 2020/2021 – von Küste zu Küste

Übersetzerin: Anabelle Assaf
Moderatorin: Katharina Schmidt

Eintritt: 7,00 Euro

Anabelle Assaf stellt im Gespräch mit Katharina Schmidt ihre Übersetzungen von Anaïs Barbeau-Lavalettes autobiografischem Roman „So nah den glücklichen Stunden“ und des historischen Abenteuerromans „Washington Black“ von Esi Edugyan vor und liest daraus.

Anaïs Barbeau-Lavalette, Jahrgang 1979, ist eine bekannte Autorin und Regisseurin. Für ihren Roman „So nah den glücklichen Stunden“ erhielt sie den Preis der Buchhändler Québecs, den Prix France-Québec und den Grand Prix du Livre de Montréal. Anaïs Barbeau-Lavalette lebt in Québec.
Esi Edugyan lebt im kanadischen Victoria. „Washington Black“ ist ihr dritter Roman und war 2018 eines der erfolgreichsten Bücher weltweit: nominiert unter anderem für den Booker Prize, die Carnegie Medal, den PEN-Preis und ausgezeichnet mit dem Giller-Preis, dem wichtigsten kanadischen Literaturpreis.

Anabelle Assaf hat Literaturwissenschaften in Berlin und Montréal studiert und übersetzt aus dem Französischen und dem Englischen. Seit 2012 ist sie außerdem als Literaturagentin in Frankreich und Deutschland tätig. 2019 war sie Stipendiatin des Georges-Arthur-Goldschmidt-Programms für junge Übersetzerinnen und Übersetzer und der Robert Bosch Stiftung sowie Teilnehmerin des Programms „Cities of Translators“ in Montréal und des Toledo-Programms des Deutschen Übersetzerfonds. Gemeinsam mit Sonja Finck übersetzte sie den Québecer Klassiker „Gebrauchtes Glück“ (Bonheur d’occasion) von Gabrielle Roy (Aufbau Verlag 2021).

Katharina Schmidt kam über ein Studium der Musiktheater-Regie zum Übersetzen. Sie arbeitet seit vielen Jahren als literarische Übersetzerin aus dem Italienischen und Englischen. Außerdem organisiert und moderiert sie Literaturveranstaltungen.

Die Veranstaltung erfolgt in Kooperation mit der Weltlesebühne e.V. und wird vom Deutschen Übersetzerfonds e. V. gefördert. Das Projekt ist Teil von Kanadas Kulturprogramm als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse, welches durch die Regierung von Kanada (Botschaft von Kanada) und die Vertretung der Regierung von Québec unterstützt wird.

Übrigens: Auf dem YouTube-Kanal der Weltlesebühne e.V. stellen Übersetzer*innen ab sofort, die von ihnen übersetzten Werke in kurzen Clips vor. Hier mehr erfahren.


Am Mittwoch, dem 14. Oktober 2020, 19.30 Uhr

Lesung aus der Anthologie „Bergen“ von und mit Herausgeber Thomas Kohlwein

Eintritt: frei

Thomas Kohlwein stellt, die von ihm herausgegebene Anthologie „Bergen“ aus der Reihe „Europa Erlesen“ vor. Bergen ist Norwegens Tor zur Welt. Seine Häuser erzählen Geschichten von jahrhundertelanger Bedeutung für die Seefahrt und den weltweiten Handel. Entlang der Hügel und Fjorde, durch die Vorstädte und Dörfer: Eine Wanderung durch Bergen ist eine Reise zu den Erzählungen der Welt.

Mit Unterstützung von NORLA (Norwegian Literature Abroad).


Am Donnerstag, dem 15. Oktober 2020, 19.30 Uhr

Buchpremiere

Lesung aus dem Roman „Immer, wenn ich meine Augen schließe“ von Zoltan Böszörményi

Moderation: Roman Pliske, Verleger Mitteldeutscher Verlag

Es liest: Magdalena Pappas

Der Autor Zoltán Böszörményi kann aufgrund der aktuellen Corona-Regelungen nicht vor Ort sein.

Eintritt: frei

Es ist ein schockierendes Phänomen in Mittel- und Osteuropa, dass die Kinder von Wanderarbeitern, die nach Westeuropa ziehen, in ihrer Heimat zurückgelassen werden. Sie wachsen bei ihren Großeltern auf oder bei Verwandten. Ihre Eltern sehen sie oft über Jahre nicht. Zoltán Böszörményis hat das tränenreiche Geständnis eines kleinen Mädchens aufgeschrieben: seine Sehnsucht nach der Mutter, seine Wünsche und Träume. Eine verzweifelte Warnung, dass das Aufbrechen der emotionalen Bindung zwischen einem Elternteil und einem Kind nicht nur die Seelen, sondern die Gesellschaft als Ganzes zerstört.

Zoltán Böszörményi, geb. 1951 in Arad, Rumänien, rumänisch-ungarischer Dichter und Schriftsteller. In ungarischer Sprache erschienen Gedicht- und Erzählbände sowie Romane. 2012 erhielt er in Ungarn den renommierten Attila-József-Literaturpreis. Zuletzt erschienen im mdv „In den Furchen des Lichts“ (2016) und „Notlandung“ (2019). Er lebt in Monaco, Budapest, Arad, Toronto und auf Barbados.

Hans-Henning Paetzke, geb. 1943 in Leipzig, ist ein deutscher Schriftsteller und Übersetzer ungarischer Literatur. Seit 1968 ist Paetzke freiberuflich als literarischer Übersetzer, Herausgeber, Publizist und Schriftsteller tätig. Neben etwa 70 Buchübersetzungen von international bekannten ungarischen Autoren wurden auch eigene Romane von ihm veröffentlicht.

Die Veranstaltung wird von dem renommierten Budapester Petöfi-Literaturmuseum unterstützt.


Am Freitag, dem 16. Oktober 2020, 19.30 Uhr

Lesung aus „Baronin im Tresor“ von und mit Franziska Streun

Moderation: Andrea Gilgenbach

Eintritt: frei

Das Leben der aus der Brüsseler Bankiersfamilie Lambert und der Pariser Rothschild-Dynastie stammenden Baronin Betty Lambert, geschiedene von Bonstetten, geschiedene von Goldschmidt-Rothschild, spiegelt die Geschichte des 20. Jahrhunderts wider. Die jüdische Adlige floh nach dem Ersten Weltkrieg aus ihrer arrangierten ersten Ehe von Frankfurt am Main in die Schweiz und lebte Jahrzehnte auf dem Bonstettengut in Thun/Gwatt. Dort hielt sie Hof, empfing das internationale Geistesleben, half Verfolgten auf der Flucht vor dem Nationalsozialismus, fungierte als informelle nachrichtendienstliche Anlaufstelle und wurde ihrerseits vom Schweizer Geheimdienst kritisch beobachtet.


Am Samstag, dem 17. Oktober 2020, 19.30 Uhr

Lesung aus „Lolly Willowes“ von Sylvia Townsend Warner mit der Übersetzerin Ann Anders

Eintritt: frei

Lolly Willowes ist mit 28 Jahren eine alte Jungfer, als ihr Vater stirbt und sie in die Obhut ihrer Brüder gerät. Nach zwanzig Jahren der Einschränkungen als unverheiratete Tante beschließt sie, sich endlich zu befreien und nach Great Mop in die Chiltern Hills in Südostengland zu ziehen. Hier genießt sie glücklich und ungehindert ihr neues Leben, das nur durch ein Geheimnis getrübt wird. Dieses Geheimnis – und ihre Berufung – ist die Hexerei, und dank einem Pakt mit dem Teufel ist Lolly Willowes samt ihrer Katze endlich frei.

„Lolly Willowes“ ist der zauberhafte Debütroman von Sylvia Townsend Warner aus dem Jahr 1926. Ihr pikantes Plädoyer für die Freiheit alleinstehender Frauen ist herrlich schräg und ein Meilenstein feministischer Literatur.


Am Sonntag, dem 18. Oktober 2020, 11.00 Uhr

Lesung aus „Es kann nicht still genug sein. Schriftsteller sprechen über ihre Schreibtische“ von und mit Klaus Sibelwski

Eintritt:           frei

Ihr Arbeitsplatz sei wie ein Raumschiff, sagt Veronika Peters. Man könne überall sein und bleibe doch am selben Ort. Hanns-Josef Ortheil saugt täglich mit einem Handstaubsauger den Boden unter seinem Glastisch, aber auf der Platte selbst schätzt er Schweiß- oder Schmutzabdrücke – als natürliche Spuren seiner Arbeit.

Klaus Siblewski hat mit zehn hochkarätigen Autorinnen und Autoren gesprochen und ihnen die kuriosesten Arbeitsvorlieben und überraschendsten Schreibgeheimnisse entlockt. Durch seine präzisen Fragen sind detailgenaue Impressionen entstanden, die nicht nur viel über den Prozess des Schreibens verraten, sondern auch über die Persönlichkeit hinter dem Werk.


Am Dienstag, dem 27. Oktober 2020, 19.30 Uhr

Lesung aus „Taqawan“ von und mit Éric Plamondon

ABGESAGT

Leider entfällt die Veranstaltung, da der Autor aufgrund der aktuellen Corona-Regelungen nicht teilnehmen kann.

Eintritt: 10,00 Euro

Éric Plamondon wirft in seinem preisgekrönten Roman noir einen anderen Blick auf Kanada. Neben einem packenden Krimiplot entblättert er die Hintergründe der französischen Kolonisierung, schildert die Kultur und Lebenswelt der indigenen Mi’gmaq und berichtet von ihrem Ringen um Eigenständigkeit. Die Mi’gmaq nennen den Lachs, der zum ersten Mal in den Fluss seiner Geburt zurückkehrt, „Taqawan“.

Bei einer brutalen Razzia beschlagnahmt die Polizei die Fischernetze der Mi’gmaq, die seit Jahrhunderten vom Lachsfang leben. Viele werden verhaftet, es gibt Tote. Als der Ranger Leclerc kurz darauf ein indigenes Mädchen findet, das mehrmals vergewaltigt wurde, versucht er mit dem Mi’gmaq William die Tat aufzuklären und kommt dabei einem Netzwerk auf die Spur, in das auch die Polizei verstrickt ist.

Éric Plamondon wurde 1969 in Québec geboren, studierte Journalismus und Literatur und lebt seit fast 25 Jahren in Frankreich. Er hat bisher sechs Romane veröffentlicht, die zahlreiche Auszeichnungen erhielten.

Die Veranstaltung ist Teil von Kanadas Kulturprogramm als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse. Sie wird unterstützt durch die Regierung von Kanada (Botschaft von Kanada) und die Vertretung der Regierung von Québec und durch den Lenos Verlag, Schweiz.


Am Donnerstag, dem 29. Oktober 2020, 19.30 Uhr

Frankfurt liest ein Buch: „Rosemarie“ von Erich Kuby

Gespräch zu Rosemarie Nitribitt zwischen Christian Setzepfandt und Martin-Maria Schwarz mit szenischer Lesung der Schauspielstudenten Nina Plagens und John Sander

Die Veranstaltung ist leider bereits ausverkauft.

„…was finden Sie nur an der Person? …das verstehn Sie nicht, die Person ist so herrlich ordinär.“

Ob Rosemarie Nitribitt nur eine ordinäre Hure oder eine gerissene Geschäftsfrau, eine ausgebuffte Spionin oder schlicht des Wirtschaftswunders liebstes Kind – und damit alles zusammen – war, erfahren wir aus dem Gespräch zwischen Christian Setzepfandt und Martin-Maria Schwarz. Nina Plagens und John Sander, Schauspielstudenten der HfMDK (Hochschule für Musik und Darstellende Kunst) unterstützen die Gespräche mit szenischen Lesungen.


Weltenleser in den sozialen Netzwerken

Folgen Sie uns auf Facebook oder/und Instagram, um auf dem Laufenden zu bleiben.


Die Katze im Sack

Trauen Sie sich, ein Buch zu kaufen, das bereits als Geschenk verpackt angeboten wird, und dessen Titel Sie deshalb nicht kennen? Oder fürchten Sie, dass nur eine magere Katze im Sack ist?

Unter den Büchern, die die Mutigen bisher „blind“ gekauft haben, waren z.B. „Der erste Lehrer“ von Tschingis Aitmatow, „Chita“ von Lafcadio Hearn, „Der Schwimmer“ von Zsuzsa Bank und viele andere mehr, alles Klassiker internationaler Literatur.

Vertrauen Sie uns auch weiterhin, denn wir halten monatlich eine verpackte Empfehlung im Wert von ca.10,00 Euro für Sie bereit. Sie können diese in der ersten Woche eines jeden Monats bei uns erwerben.


Buchgenuss nach Ladenschluss

Sie würden gern einmal in Ruhe in der Buchhandlung stöbern, haben tagsüber aber keine Zeit? Dann kommen Sie zu uns: Wir bieten Ihnen, liebe Weltenleser, die Möglichkeit, in unserer Buchhandlung bei einem Glas Wein und umgeben von guten und schönen Büchern in der Zeit von 19.00 Uhr bis ca. 22.00 Uhr ungestört zu stöbern und zu schmökern.
Kostenbeitrag pro Person: 5,00 Euro


Haben Sie Lust auf eine Leserunde? Machen Sie mit!

Wir suchen interessierte Erwachsene, die sich regelmäßig einmal im Monat in unserer Buchhandlung treffen und ein gemeinsam ausgewähltes Buch der Weltliteratur lesen und besprechen möchten.

Der Termin für unser erstes Treffen zur Besprechung deutschsprachiger Bücher steht nun fest:

Am Montag, 26. Oktober 2020, 19.00 Uhr

Lesekreis der Buchhandlung Weltenleser

Gelesen und besprochen wird:

„Dame zu Fuchs“ von David Garnett

Ort:              Buchhandlung Weltenleser
Eintritt:        frei

Anmeldung per E-Mail an info@weltenleser.de oder telefonisch unter 069/91 507 210.


Darüber hinaus bieten wir auch einen Lesekreis für französischsprachige Literatur an:

Am Mittwoch, 28. Oktober 2020, 19.00 Uhr

„Rendez-vous en français“ – Französische Konversation

Gelesen und besprochen wird:

„Ceux que je suis“ von Olivier Dorchamps

Ort:                 Buchhandlung Weltenleser
Eintritt:           frei

Anmeldung per E-Mail an info@weltenleser.de oder telefonisch unter 069/91 507 210.


Bestellen Sie rund um die Uhr in unserem Online-Shop!

Wir möchten Sie daran erinnern, dass Sie Ihre Bücher auch über unseren Online-Shop bestellen können – 24 Stunden, 7 Tage die Woche. Ganz einfach und unkompliziert. Einfach einen eigenen Account anlegen und online bei uns einkaufen, dann wenn es Ihnen passt. Sie können Ihre bestellten Bücher nach Hause liefern lassen oder bei uns abholen! Probieren Sie es aus.

Jetzt unseren Online-Shop besuchen!

Bücher für
kleine und große
Entdecker

Buchhandlung
Weltenleser
Oeder Weg 40
60318 Frankfurt am Main
·
Tel.: +49 (0)69 91 507 210
info@weltenleser.de
·
Öffnungszeiten:
Mo. – Fr. 10:00 – 18:30 Uhr
Sa. 10:00 – 16:00 Uhr
·
Impressum
Datenschutzerklärung

Scroll to Top